Warum stellt Bündnis 90/Die Grünen einen linken Kandidaten auf?

Uwe Klett

Bürgermeisterkandidat von GRÜNEN und LINKEN Uwe Klett (Foto: Uwe Klett)

Auf Schöneiche Online tobt die Diskussion. Müssen wir einen ex-SEDler aufstellen? Es gibt Gerüchte, er sei in der Stasi gewesen. Haben wir unser Erbe von Bündnis 90 vergessen? Wir möchten das hier in Dialogform beantworten. Wir freuen uns, die Diskussion hier in den Kommentaren fortzusetzen.

Warum haben wir Uwe Klett als gemeinsamen Kandidaten aufgestellt? 

Wir haben mit mehreren möglichen Kandidaten gesprochen und sie an unserem Wahlprogramm gemessen. Zwei haben uns schriftliche Kommentare mit ihrer Meinung dazu geschickt, vielen Dank dafür. Bei Uwe Klett schien uns die Übereinstimmung am größten, besonders bei ökologischen Themen, aber auch im Energiebereich und bei der Mobilität. Wir haben ihn zu einer Mitgliederversammlung eingeladen, gründlich ausgefragt und dann, wie das bei uns sogar mit den Spitzenkandidaten für den Bundestag passiert, in geheimer Abstimmung entschieden, ihn mit aufzustellen.

Musste es jemand sein, der in der SED war?

Nein. Es ist aber auch kein Hinderungsgrund.

Gab es schon mal gemeinsame Kandidaten von Grünen und Linken?

Ja, zum Beispiel in Oberhavel, einen Bündnisgrünen. Auch der grüne Bürgermeister in Woltersdorf wurde von den Linken unterstützt.

Was ist mit den Stasigerüchten?

Soweit wir wissen, sind es Gerüchte. Dieses Thema nehmen wir sehr ernst. Uwe Klett hat die Erklärung unseres Landesverbandes über die Mitgliedschaft in Parteien und Mitarbeit mit der Stasi unterschrieben, die wir allen unseren Kandidaten abverlangen. Danach war er weder hauptamtlicher noch inoffizieller Mitarbeiter der Stasi. Wir glauben ihm.

Wie lautet sein Wahlprogramm?

Das ist die gute Nachricht – Sie können es mitschreiben! Am 24.09. ab 10 Uhr soll in einer offenen Wahlwerkstatt in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr (Brandenburgische Straße 86, 15566 Schöneiche bei Berlin) der Inhalt für sein Wahlprogramm breit diskutiert werden. Dazu sind alle interessierten Einwohnerinnen und Einwohner herzlich eingeladen! Stichworte sind z.B. Wohnen, Mobilität, Bildung, Kultur, Sport, Umwelt, interkommunale Zusammenarbeit. 

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